13 Beispiele für schlechtes UX, das Millionen kostet

13 Beispiele für schlechte User Experience, die Millionen kosten

Stellen Sie sich vor, Sie haben die perfekte Idee, entwickeln eine innovative Lösung und stecken unzählige Stunden und Ressourcen in die Veröffentlichung. Doch dann passiert es: Ihre Zielgruppe klickt weg, die Konversionsraten bleiben aus, und die Einnahmen stagnieren. Oft ist die Ursache nicht ein fehlerhaftes Produkt an sich, sondern eine katastrophale User Experience (UX). Eine schlechte UX ist wie ein unsichtbarer Dieb, der still und leise Ihr Potenzial raubt und in einigen Fällen Millionen kosten kann. Sie kann sich in verschiedenen Formen manifestieren, von der Unübersichtlichkeit einer komplexen Webanwendung bis hin zur Frustration, die eine schlecht gestaltete mobile App hervorruft. In der heutigen digitalen Welt ist die Benutzerfreundlichkeit nicht mehr nur ein nettes Extra, sondern ein entscheidender Faktor für Erfolg oder Misserfolg. Ignorieren Sie die Bedürfnisse Ihrer Nutzer, und Sie riskieren nicht nur den Verlust von Kunden, sondern auch den Ruf Ihrer Marke und damit erhebliche finanzielle Einbußen.

In diesem Artikel tauchen wir tief in die Welt der schlechten UX ein und beleuchten 13 prägnante Beispiele, die verdeutlichen, wie kostspielig Nachlässigkeit sein kann. Wir werden uns ansehen, wie scheinbar kleine Designfehler große Auswirkungen haben können, und aufzeigen, warum Investitionen in eine durchdachte User Experience sich langfristig auszahlen. Von der Verwirrung bei der Navigation bis hin zur Unfähigkeit, eine einfache Aufgabe zu erfüllen – diese Fälle sind Lehrbuchbeispiele dafür, was schiefgehen kann, wenn man die Perspektive des Nutzers aus den Augen verliert. Bereiten Sie sich darauf vor, einige schockierende Beispiele zu entdecken, die verdeutlichen, warum eine intuitive und angenehme Benutzererfahrung Gold wert ist.

Schwerfällige und verwirrende Navigation

Eine der häufigsten und gleichzeitig schädlichsten Formen schlechter UX ist eine unübersichtliche und schwer navigierbare Benutzeroberfläche. Wenn Nutzer nicht schnell und intuitiv finden, wonach sie suchen, werden sie frustriert und brechen ihre Aufgabe ab. Dies ist besonders kritisch auf Websites und in Anwendungen, die auf Konversionen oder Informationsbeschaffung ausgelegt sind. Stellen Sie sich vor, Sie betreten ein Geschäft und finden sich in einem Labyrinth aus nicht gekennzeichneten Gängen wieder; Sie würden wahrscheinlich schnell wieder umdrehen.

Die verlorene Maus im digitalen Labyrinth

Eine veraltete oder schlecht strukturierte Navigationsleiste kann dazu führen, dass Nutzer stundenlang auf einer Seite verweilen, ohne das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Dies kann durch zu viele Menüpunkte, irreführende Beschriftungen oder eine unlogische Hierarchie verursacht werden. Wenn Nutzer Schwierigkeiten haben, sich im digitalen Raum zurechtzufinden, führt dies zu erhöhten Absprungraten und verpassten Verkaufschancen. Die Investition in eine klare und logische Navigationsstruktur ist daher von entscheidender Bedeutung für jede digitale Präsenz. Eine gute Navigation ist das Rückgrat jeder erfolgreichen Benutzeroberfläche und ermöglicht es den Nutzern, effizient durch Inhalte oder Funktionen zu gelangen.

Ein klassisches ist eine Webanwendung, bei der die Hauptfunktionen in einem überladenen Hauptmenü versteckt sind, anstatt sie prominent und leicht zugänglich zu platzieren. Nutzer könnten sich in Untermenüs verirren, die nicht klar benannt sind oder die nicht die erwarteten Inhalte liefern. Die Konsequenz ist oft, dass Nutzer, die eigentlich ein bestimmtes Feature nutzen wollen, dieses gar nicht erst finden, obwohl es vorhanden ist. Dies frustriert nicht nur den einzelnen Nutzer, sondern schadet auch der Reputation der Anwendung, da sie als schwer bedienbar wahrgenommen wird. Die zugrunde liegende Ursache liegt oft in einem Mangel an Nutzerforschung und der Fokussierung auf die reine Funktionalität anstatt auf die Benutzerfreundlichkeit.

Eine bewährte Methode zur Verbesserung der Navigation ist die Anwendung von Prinzipien des Informationsarchitekturdesigns. Dies beinhaltet das sorgfältige Gruppieren von Inhalten, die Verwendung aussagekräftiger und konsistenter Bezeichnungen sowie die Sicherstellung, dass wichtige Aktionen immer leicht erreichbar sind. Tools wie User Flows und Sitemaps können dabei helfen, die Struktur einer Anwendung oder Website zu visualisieren und potenzielle Engpässe in der Navigation zu identifizieren, bevor sie implementiert werden. Es ist auch ratsam, A/B-Tests mit verschiedenen Navigationsvarianten durchzuführen, um herauszufinden, welche für die Zielgruppe am intuitivsten ist.

Der endlos scrollende Albtraum

Eine weitere häufige Navigationfalle ist die übermäßige Nutzung von Endlos-Scrolling oder schlecht implementierte Paginierung. Während Endlos-Scrolling auf Plattformen mit stetig neuen Inhalten wie sozialen Feeds funktionieren kann, kann es auf Seiten mit spezifischen Informationen oder Produkten extrem störend sein. Nutzer verlieren die Orientierung, können nicht einfach zu einem bestimmten Abschnitt zurückkehren, und die Ladezeiten können sich erheblich verlängern. Dies führt zu einer schlechten Performance und frustrierten Nutzern, die vielleicht gerade nur einen bestimmten Artikel oder ein bestimmtes Produkt finden wollten.

Wenn Inhalte nicht klar in logische Abschnitte unterteilt sind oder wenn es keine Möglichkeit gibt, zu den oberen Bereichen der Seite zurückzukehren, kann dies zu einer erheblichen Frustration führen. Stellen Sie sich vor, Sie sind auf einer Produktseite mit hunderten von Varianten und müssen endlos scrollen, um zu einer bestimmten Option zu gelangen, oder wenn Sie eine Seitenzahl benötigen, um gezielt zu einer bestimmten Ergebnismenge zu springen, aber diese fehlt. Dies macht die Suche nach spezifischen Informationen zu einem mühsamen Unterfangen, das oft in einem Abbruch endet. Die Konsequenz ist ein Verlust potenzieller Käufer und ein Rückgang der Zufriedenheit. Eine gut durchdachte Paginierung oder klare, anklickbare Abschnitte mit Rücksprung-Links sind oft die bessere Lösung, um die Benutzererfahrung zu verbessern und die Effizienz zu steigern.

Für eine effektive Paginierung sollten klare Seitenzahlen angezeigt werden, und es sollte immer eine Option geben, zum Anfang der Seite oder zu einem bestimmten Abschnitt zurückzukehren. Bei Seiten mit sehr vielen Inhalten kann auch eine Kombination aus Endlos-Scrolling und einer „Zurück nach oben“-Schaltfläche eine gute Lösung sein, um die Vorteile beider Ansätze zu nutzen. Wichtig ist, dass der Nutzer jederzeit die Kontrolle behält und nicht das Gefühl hat, in einer digitalen Sackgasse gefangen zu sein. Die Analyse von Nutzerdaten kann aufzeigen, wo Nutzer abspringen, und wertvolle Hinweise auf Probleme mit der Navigation geben. Ressourcen zur Informationsarchitektur wie die von der Information Architecture Institute bieten vertiefende Einblicke.

Irreführende oder fehlende Call-to-Actions

Ein Call-to-Action (CTA) ist das Herzstück jeder Konversionsstrategie. Er ist die Aufforderung an den Nutzer, eine gewünschte Aktion auszuführen, sei es ein Kauf, eine Anmeldung oder ein Download. Wenn CTAs unklar, schlecht platziert oder schlichtweg fehlend sind, ist das wie ein Geschäft mit einer Tür, die niemand sieht oder öffnen kann. Dies kostet Unternehmen direkt Geld, da potenzielle Kunden nicht wissen, wie sie den nächsten Schritt tun sollen.

Die unsichtbare Schaltfläche des Verderbens

Eine häufige UX-Sünde ist die Verwendung von unscheinbaren oder schlecht gestalteten CTAs. Wenn eine Schaltfläche nicht als solche erkennbar ist – sei es durch fehlende visuelle Hinweise wie Farbe und Größe oder durch eine unklare Beschriftung – werden Nutzer sie übersehen. Dies kann dazu führen, dass wichtige Aktionen auf einer Seite nicht ausgeführt werden, was direkt zu Umsatzeinbußen führt. Die Entwicklung effektiver CTAs erfordert ein Verständnis für Psychologie und Designprinzipien, um die Aufmerksamkeit des Nutzers zu erregen und ihn zur gewünschten Handlung zu bewegen.

Stellen Sie sich eine E-Commerce-Website vor, bei der die „In den Warenkorb“-Schaltfläche in einem unauffälligen Grau auf einem ebenfalls grauen Hintergrund gehalten ist. Selbst wenn der Preis stimmt und das Produkt gefällt, wird ein potenzieller Kunde wahrscheinlich frustriert sein und die Seite verlassen, wenn er die Schaltfläche nicht leicht finden kann. Ähnlich verhält es sich mit CTAs in mobilen Apps, die zu klein sind, um auf einem Touchscreen getippt zu werden, oder die sich hinter anderen Bedienelementen verstecken. Die Kosten hierfür sind offensichtlich: verlorene Verkäufe und ein geringeres Engagement der Nutzer. Eine klare visuelle Hierarchie und kontrastreiche Farben sind entscheidend, um sicherzustellen, dass CTAs hervorstechen und leicht erkennbar sind.

Die Gestaltung von CTAs sollte auf bewährten Methoden basieren, wie zum der Verwendung von auffälligen Farben, klaren und prägnanten Texten, die eine Aktion beschreiben (z.B. „Jetzt kaufen“, „Kostenlos testen“), und einer strategischen Platzierung auf der Seite, wo sie am wahrscheinlichsten vom Nutzer gesehen werden. Es ist auch wichtig, A/B-Tests durchzuführen, um herauszufinden, welche Formulierungen und Designs die besten Konversionsraten erzielen. Die Erstellung von Prototypen und die Durchführung von Usability-Tests können dabei helfen, Probleme mit der Sichtbarkeit und Verständlichkeit von CTAs frühzeitig zu erkennen. Leitfäden zur Gestaltung von Call-to-Actions finden sich oft auf Design-Blogs und in Fachpublikationen.

Die Qual der Wahl: Zu viele oder zu wenige CTAs

Das Gegenteil von fehlenden CTAs ist genauso problematisch: zu viele. Eine Seite, die mit unzähligen Aufforderungen übersät ist, überfordert den Nutzer und macht es ihm schwer, die wichtigste Aktion zu identifizieren. Umgekehrt kann auch eine mangelnde Auswahl an CTAs dazu führen, dass Nutzer nicht wissen, welche Schritte sie als Nächstes unternehmen sollen, was zu Verwirrung und Inaktivität führt. Es geht darum, die richtige Balance zu finden und den Nutzer gezielt zu leiten.

Wenn eine Landingpage beispielsweise sowohl einen Button zum sofortigen Kauf als auch mehrere Links zu Blogartikeln und einen weiteren Button für die Anmeldung zum Newsletter enthält, kann dies den Nutzer überwältigen und ihn dazu verleiten, gar nichts zu tun. Der Nutzer fragt sich: „Was ist jetzt am wichtigsten?“ Auf der anderen Seite, wenn ein Benutzer nach der Erfüllung einer Aufgabe keine klare nächste Aktion vorgeschlagen bekommt, kann er sich verloren fühlen und die Anwendung oder Website verlassen, ohne weiter zu interagieren. Dies kann gerade bei komplexen Softwareanwendungen oder mehrstufigen Prozessen zu erheblichen Verlusten führen, da Nutzer den gesamten Nutzen des Produkts nicht erkennen oder erfahren.

Die Lösung liegt in einer klaren Priorisierung und einer Fokusierung auf die wichtigste Zielaktion pro Seite oder Bildschirm. Dies bedeutet, dass die primäre CTA-Schaltfläche am prominentesten platziert werden sollte, während sekundäre Aktionen subtiler gestaltet oder auf anderen Seiten platziert werden können. Die Anwendung von Design-Mustern, die auf bewährten Konversionsstrategien basieren, kann hierbei sehr hilfreich sein. Die Erstellung von Nutzerpfaden (User Journeys) hilft dabei zu verstehen, welche Aktionen für den Nutzer in unterschiedlichen Kontexten am relevantesten sind. Organisationen, die sich auf nutzerzentriertes Design spezialisieren, bieten oft wertvolle Ressourcen und Einblicke in die optimale Platzierung und Gestaltung von CTAs.

Unnötig komplexe Formulare und Prozesse

Formulare sind oft ein notwendiges Übel, um Informationen von Nutzern zu sammeln. Wenn diese Formulare jedoch zu lang, zu kompliziert oder nicht intuitiv sind, werden sie zu einer echten Hürde. Jeder zusätzliche Klick, jede zusätzliche Eingabe, die nicht unbedingt notwendig ist, erhöht das Risiko, dass der Nutzer abbricht. Dies kann bei der Registrierung, beim Checkout oder bei der Dateneingabe in einer Anwendung zu erheblichen Verlusten führen.

Das Formular-Fiasko: Zu viele Felder, zu wenig Verständnis

Formulare, die den Nutzer mit einer endlosen Liste von Feldern überfordern, sind ein Garant für schlechte UX. Oft werden unnötige Informationen abgefragt, die für die primäre Aufgabe nicht relevant sind. Dies führt nicht nur zu Frustration, sondern erhöht auch die Wahrscheinlichkeit von Eingabefehlern. Nutzer sind eher bereit, ein Formular auszufüllen, wenn es kurz und prägnant ist und nur die absolut notwendigen Informationen abfragt.

Ein klassisches ist eine einfache Registrierung für einen Newsletter, die nach dem Vornamen, Nachnamen, der E-Mail-Adresse, der Telefonnummer, dem Geburtsdatum, dem Wohnort und der bevorzugten Farbe fragt. Diese übermäßige Datenerhebung schreckt potenzielle Abonnenten ab, die einfach nur Informationen erhalten möchten. Infolgedessen gehen dem Unternehmen wertvolle Leads verloren. Bei komplexeren Anwendungen kann dies noch gravierender sein, wenn Nutzer aufgefordert werden, technische Details einzugeben, die sie nicht kennen oder verstehen. Die Kosten sind direkt messbar: eine niedrigere Anmelderate, ein geringeres Engagement und weniger qualifizierte Leads.

Die Optimierung von Formularen beginnt mit der strikten Reduzierung auf das Wesentliche. Jedes Feld sollte hinterfragt werden: Ist diese Information wirklich notwendig? Ist sie für die erfolgreiche Ausführung der Aufgabe des Nutzers unerlässlich? Funktionen wie Auto-Vervollständigung, klare Validierung in Echtzeit und die Verwendung von Dropdown-Menüs für vordefinierte Optionen können die Eingabe erleichtern. Tools wie Formular-Analysetools können aufzeigen, an welchen Stellen Nutzer abbrechen. Für detaillierte Anleitungen zur Formularoptimierung sind Ressourcen wie die von Nielsen Norman Group sehr empfehlenswert.

Der mehrstufige Albtraum: Schlechte Prozessführung

Komplexe Prozesse, die in viele einzelne Schritte unterteilt sind, können ebenfalls zu einer schlechten UX führen, wenn sie nicht gut geführt werden. Wenn Nutzer den Überblick verlieren, nicht wissen, wo sie sich im Prozess befinden oder wie viele Schritte noch folgen, steigt die Abbruchrate. Eine klare visuelle Darstellung des Fortschritts und intuitive Übergänge zwischen den Schritten sind entscheidend.

Stellen Sie sich einen mehrstufigen Checkout-Prozess in einem Online-Shop vor, bei dem der Nutzer nicht sehen kann, wie viele Schritte noch zu absolvieren sind, und bei dem die Navigation zwischen den einzelnen Schritten unklar ist. Dies kann zu Verwirrung und Frustration führen, was letztendlich zum Abbruch des Einkaufs führt. Wenn Nutzer nicht verstehen, warum sie bestimmte Informationen eingeben müssen oder was der nächste Schritt ist, ist es wahrscheinlich, dass sie den Prozess abbrechen. Dies ist besonders problematisch bei der Einrichtung neuer Konten oder bei komplexen Antragsverfahren.

Eine effektive Prozessführung beinhaltet eine klare visuelle Anzeige des Fortschritts, wie z.B. eine Fortschrittsleiste oder nummerierte Schritte. Jeder Schritt sollte klar und verständlich gestaltet sein, und die Übergänge zwischen den Schritten sollten nahtlos sein. Die Verwendung von klaren Anweisungen und die Möglichkeit, zu vorherigen Schritten zurückzukehren, sind ebenfalls wichtig. Die Prinzipien des User-Centered Design, wie sie in vielen Fachbüchern und Artikeln beschrieben werden, betonen die Bedeutung, den Nutzer durch komplexe Prozesse zu führen und ihm jederzeit das Gefühl von Kontrolle zu geben.

Mangelnde Barrierefreiheit und Inklusivität

Eine Anwendung oder Website, die für einen Teil der Bevölkerung nicht zugänglich ist, schließt nicht nur potenzielle Nutzer aus, sondern kann auch rechtliche Konsequenzen haben. Barrierefreiheit bedeutet, dass jeder, unabhängig von seinen Fähigkeiten oder Einschränkungen, die digitale Erfahrung nutzen kann. Ignorieren Sie dies, und Sie lassen buchstäblich Geld auf dem Tisch liegen.

Die unsichtbaren Barrieren für Menschen mit Einschränkungen

Viele digitale Produkte werden ohne Berücksichtigung von Barrierefreiheitsstandards entwickelt. Dies kann bedeuten, dass Nutzer mit Sehbehinderungen keine Alternativtexte für Bilder sehen, Nutzer mit eingeschränkter Mobilität keine Tastaturnavigation nutzen können, oder Nutzer mit kognitiven Beeinträchtigungen Schwierigkeiten haben, komplexe Inhalte zu verstehen. Dies führt nicht nur zu einer schlechten Nutzererfahrung für diese Gruppen, sondern schränkt auch die Reichweite und das Potenzial des Produkts erheblich ein.

Ein wäre eine Webanwendung, die ausschließlich auf visuelle Cues für wichtige Informationen setzt, ohne Alternativtexte für Screenreader bereitzustellen. Dies macht die Anwendung für blinde oder sehbehinderte Nutzer praktisch unbrauchbar. Oder eine mobile App, bei der wichtige interaktive Elemente zu klein sind, um von Menschen mit eingeschränkter Feinmotorik präzise bedient zu werden. Die Kosten gehen über verpasste Umsätze hinaus und umfassen auch den Verlust von Vertrauen und die Beschädigung des Markenimages, da das Unternehmen als exklusiv und wenig mitfühlend wahrgenommen wird. Die Einhaltung von Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) ist ein wichtiger Schritt zur Vermeidung solcher Probleme.

Die Integration von Barrierefreiheit beginnt bereits in der Konzeptionsphase. Dies beinhaltet die Verwendung von semantischem HTML, die Bereitstellung von Alternativtexten für alle relevanten visuellen Elemente, die Sicherstellung einer ausreichenden Farbkontraststärke und die Ermöglichung einer vollständigen Tastaturnavigation. Regelmäßige Audits und Tests mit Nutzern mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen sind unerlässlich, um sicherzustellen, dass die Anwendung oder Website wirklich inklusiv ist. Organisationen wie das Web Accessibility Initiative (WAI) bieten umfassende Leitfäden und Ressourcen zur Umsetzung von Barrierefreiheit.

Die digitale Ausgrenzung: Was die meisten vergessen

Neben spezifischen Beeinträchtigungen gibt es auch allgemeinere Aspekte der Inklusivität, die oft übersehen werden. Dazu gehören die Unterstützung verschiedener Sprachen, die Berücksichtigung unterschiedlicher Bildschirmgrößen und Auflösungen sowie die Anpassung an unterschiedliche Internetgeschwindigkeiten. Eine digitale Erfahrung, die nur für eine bestimmte Nische optimiert ist, verliert global an Potenzial.

Ein Unternehmen, das seine Software ausschließlich in einer einzigen Sprache anbietet, verliert automatisch potenzielle Kunden in anderen Regionen der Welt. Eben

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