15 Performance-Fehler, die Apps unbrauchbar machen

15 Performance-Fehler, die Apps unbrauchbar machen

Stellen Sie sich vor: Sie laden eine neue App herunter, die Ihnen das Leben erleichtern soll. Sie öffnen sie, und dann beginnt das Warten. Ein endloses Ladezeichen, ein Bildschirm, der sich weigert zu reagieren, oder ein plötzlicher Absturz, der Sie zurück auf den Startbildschirm wirft. Frustrierend, nicht wahr? Solche Erlebnisse sind leider keine Seltenheit. Schlechte Performance ist einer der Hauptgründe, warum Nutzer eine App meiden, deinstallieren oder negative Bewertungen hinterlassen. In der schnelllebigen digitalen Welt, in der Geduld eine seltene Ware ist, kann die Leistung einer Anwendung über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Von kleinen Hilfsprogrammen bis hin zu komplexen Spielen – wenn eine App nicht flüssig läuft, wird sie schnell zur digitalen Last statt zum nützlichen Werkzeug. Dieser Artikel beleuchtet die 15 häufigsten Performance-Fehler, die Entwickler vermeiden sollten, um sicherzustellen, dass ihre Kreationen nicht im digitalen Nirwana verschwinden.

Diese Fehler reichen von subtilen Optimierungsproblemen bis hin zu gravierenden Architekturschwächen. Sie können sich auf die Ladezeiten, die Reaktionsfähigkeit der Benutzeroberfläche, den Energieverbrauch, die Datennutzung und die Stabilität auswirken. Für Nutzer sind die Auswirkungen oft spürbar als langsame Bedienung, eingefrorene Bildschirme, übermäßiger Akkuverbrauch oder unerwartete Abstürze. Für Entwickler bedeuten diese Probleme nicht nur unzufriedene Nutzer, sondern auch verpasste Chancen und potenzielle Umsatzeinbußen. Die Behebung dieser Probleme erfordert ein tiefes Verständnis der zugrundeliegenden Technologien und eine sorgfältige Herangehensweise an den gesamten Entwicklungszyklus. Doch keine Sorge, mit dem richtigen Wissen und den richtigen Werkzeugen lassen sich diese Fallstricke geschickt umgehen. Tauchen wir ein in die Welt der App-Performance und entdecken wir, wie wir sie auf Hochtouren bringen können.

Übermäßiger Speicherverbrauch

Ein häufiger Grund für lahme Apps ist, dass sie einfach zu viel Arbeitsspeicher (RAM) beanspruchen. Wenn eine Anwendung mehr Speicher benötigt, als das Gerät bequem bereitstellen kann, muss das Betriebssystem ständig Daten zwischen dem RAM und dem langsameren Speicher des Geräts verschieben. Dieser Prozess, bekannt als „Swapping“ oder „Paging“, verlangsamt nicht nur die App selbst, sondern das gesamte System spürbar. Denken Sie an einen Schreibtisch: Wenn er mit zu vielen Büchern und Papieren überladen ist, wird es mühsam, das zu finden, was Sie gerade brauchen. Ähnlich verhält es sich mit dem Arbeitsspeicher eines Geräts; wenn er überstrapaziert wird, leidet die Effizienz.

Dieser übermäßige Speicherverbrauch kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden. Oftmals sind es nicht optimierte Datenstrukturen, die unnötig viel Platz belegen, oder das Versäumnis, Speicher freizugeben, wenn er nicht mehr benötigt wird. Dies kann zu „Speicherlecks“ führen, bei denen die App immer mehr Speicher reserviert, aber nie zurückgibt, selbst wenn die Funktionalität, für die der Speicher benötigt wurde, abgeschlossen ist. Die Konsequenz ist eine stetig abnehmende Leistung und eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass die App oder sogar das gesamte Gerät instabil wird und abstürzt.

Nicht effiziente Datenstrukturen

Die Wahl der richtigen Datenstruktur ist entscheidend für die Leistung einer Anwendung. Wenn beispielsweise Listen sehr lang werden und eine Suche oder Einfügung erforderlich ist, kann eine schlecht gewählte Struktur zu exponentiell langsameren Operationen führen. Ein klassisches ist die Verwendung einer einfachen Array-Liste für häufige Einfügungen oder Löschungen in der Mitte der Liste, was eine Verschiebung vieler Elemente erfordert. Alternativen wie verkettete Listen oder spezialisierte Baumstrukturen können in solchen Szenarien deutlich performanter sein, da sie Operationen mit geringeren Kosten ermöglichen. Die richtige Datenstruktur kann den Unterschied zwischen einer flüssigen Interaktion und einer zähen Verzögerung ausmachen.

Entwickler müssen die Anwendungsfälle ihrer Daten genau analysieren und die Strukturen auswählen, die für diese spezifischen Operationen am besten geeignet sind. Dies bedeutet, die Zeit- und Speicherkomplexität verschiedener Datenstrukturen zu verstehen und sie entsprechend den Anforderungen der Anwendung einzusetzen. Eine Investition in das Verständnis dieser Grundlagen zahlt sich direkt in Form einer reaktionsfreudigeren und effizienteren Anwendung aus. Informationen zur Komplexität von Algorithmen und Datenstrukturen finden sich in vielen Standardlehrbüchern zur Informatik und auf Online-Ressourcen, die sich mit Algorithmentheorie befassen.

Unkontrollierte Speicherlecks

Speicherlecks sind wie kleine Löcher in einem Eimer, die langsam, aber stetig den Inhalt entweichen lassen. In der Softwareentwicklung bedeutet dies, dass der Arbeitsspeicher, der von der Anwendung belegt wird, nicht wieder freigegeben wird, wenn er nicht mehr benötigt wird. Dies kann passieren, wenn Referenzen auf Objekte nicht korrekt verwaltet werden, insbesondere in komplexen Objekthierarchien oder bei der Verwendung von asynchronen Operationen. Über die Zeit akkumulieren sich diese nicht freigegebenen Speicherbereiche, was zu einem stetig steigenden Speicherverbrauch führt. Irgendwann ist so viel Speicher belegt, dass das Betriebssystem gezwungen ist, ineffizient zu arbeiten, was die App und das gesamte Gerät verlangsamt oder zum Absturz bringt.

Das Aufspüren und Beheben von Speicherlecks erfordert den Einsatz von Profiling-Tools, die den Speicherverbrauch der Anwendung überwachen und analysieren können. Diese Werkzeuge helfen dabei, die Objekte zu identifizieren, die unnötigerweise im Speicher verbleiben und ihre Herkunft zu verfolgen. Eine sorgfältige Speicherverwaltung, die sich auf das Freigeben von Ressourcen konzentriert, sobald sie nicht mehr benötigt werden, ist unerlässlich. In vielen modernen Programmiersprachen und Frameworks gibt es automatische Speicherverwaltungen (Garbage Collection), aber auch diese können durch unsachgemäße Programmierung zu Lecks führen. Eine gute Praxis ist die regelmäßige Überprüfung des Speicherverbrauchs während der Entwicklung.

Langsame Netzwerkoperationen

In einer vernetzten Welt sind Netzwerkoperationen ein integraler Bestandteil fast jeder Anwendung. Ob das Abrufen von Daten von einem Server, das Senden von Informationen oder das Streaming von Inhalten – die Geschwindigkeit und Effizienz dieser Operationen haben direkten Einfluss auf die Benutzererfahrung. Wenn Netzwerkaufrufe langsam sind, führt dies zu Wartezeiten für den Benutzer, was sich wie eine blockierende oder nicht reagierende Anwendung anfühlen kann. Ein Nutzer, der darauf wartet, dass ein Feed aktualisiert wird oder eine Seite lädt, wird schnell ungeduldig.

Die Ursachen für langsame Netzwerkoperationen können vielfältig sein. Sie reichen von ineffizienten Anfragen, die zu viele Daten übertragen, über schlecht optimierte Serverantworten bis hin zu Problemen mit der Netzwerkverbindung selbst. Die Minimierung der Datenübertragung und die Optimierung der Übertragungsprotokolle sind hierbei entscheidend. Entwickler müssen sicherstellen, dass sie nur die Daten anfordern, die wirklich benötigt werden, und diese effizient verarbeiten. Auch die Behandlung von Netzwerkfehlern und die Implementierung von Caching-Mechanismen spielen eine wichtige Rolle.

Unoptimierte Datenübertragung

Das Übertragen großer Datenmengen über das Netzwerk ist eine der Hauptursachen für langsame Ladezeiten. Dies kann durch das Senden von unnötig vielen Daten, das Fehlen von Komprimierung oder die Verwendung ineffizienter Datenformate verursacht werden. Wenn eine Anwendung beispielsweise eine vollständige Liste von Produkten mit allen Details abruft, obwohl nur die Namen angezeigt werden müssen, verschwendet sie Bandbreite und Zeit. Ähnlich verhält es sich mit großen Bildern oder Videos, die nicht komprimiert oder in geeigneten Formaten geladen werden. Die Reduzierung der übertragenen Datenmenge ist oft der schnellste Weg, die Netzwerkperformance zu verbessern.

Effiziente Datenübertragung bedeutet, nur das zu senden, was absolut notwendig ist. Dies kann durch Techniken wie die Selektion spezifischer Felder in Datenbankabfragen (z. B. GraphQL), die Implementierung von Paging für Listen und die Verwendung von Bildkomprimierungsalgorithmen erreicht werden. Moderne Bildformate wie WebP können die Dateigröße erheblich reduzieren, ohne sichtbare Qualitätseinbußen. Auch die Implementierung von Datenkomprimierung auf Anwendungsebene, wie z. B. GZIP, kann die Übertragungszeit verkürzen. Die sorgfältige Auswahl von Datenformaten und die Reduzierung der Übertragungsvolumen sind entscheidend für eine schnelle und reaktionsfreudige Anwendung.

Ineffizientes Caching von Netzwerkantworten

Das Caching von Netzwerkantworten ist eine mächtige Technik, um wiederholte Anfragen an den Server zu vermeiden und somit die Ladezeiten erheblich zu reduzieren. Wenn Daten, die häufig abgerufen werden, lokal gespeichert werden, kann die Anwendung diese direkt aus dem Cache bereitstellen, anstatt jedes Mal das Netzwerk zu belasten. Dies ist besonders nützlich für statische oder selten aktualisierte Inhalte. Ein gut implementiertes Caching kann die Leistung dramatisch verbessern und die Serverlast reduzieren. Ohne Caching müsste die Anwendung für dieselben Informationen jedes Mal eine neue Anfrage senden, was zu wiederholten Wartezeiten führen würde.

Die Herausforderung beim Caching liegt darin, sicherzustellen, dass die gecachten Daten aktuell bleiben. Wenn sich die Daten auf dem Server ändern, muss der Cache entsprechend aktualisiert oder ungültig gemacht werden. Dies erfordert eine sorgfältige Strategie zur Cache-Invalidierung, die festlegt, wann und wie gecachte Daten aktualisiert werden sollen. Strategien wie die Verwendung von Zeitstempeln, ETAGs oder Push-Benachrichtigungen vom Server können helfen, die Aktualität des Caches zu gewährleisten. Die richtige Balance zwischen der Häufigkeit von Cache-Updates und der Vermeidung unnötiger Serveranfragen ist der Schlüssel zu einer effektiven Caching-Strategie.

Langsame oder blockierende UI-Threads

Der Benutzeroberflächen-Thread (UI-Thread) ist die Lebensader einer interaktiven Anwendung. Er ist dafür verantwortlich, alles zu zeichnen, was der Benutzer sieht, und auf Benutzereingaben wie Tippen oder Wischen zu reagieren. Wenn dieser Thread mit langwierigen Aufgaben blockiert wird, wird die gesamte Benutzeroberfläche eingefroren. Das bedeutet, dass der Benutzer nichts mehr tun kann: keine Schaltflächen können geklickt, keine Menüs geöffnet und keine Animationen angezeigt werden. Ein einfaches ist, wenn eine Berechnung, die Sekunden dauert, direkt auf dem UI-Thread ausgeführt wird; die App wirkt in dieser Zeit komplett tot.

Die Vermeidung der Blockierung des UI-Threads ist daher von größter Bedeutung für eine flüssige Benutzererfahrung. Dies erfordert, dass alle zeitaufwendigen Operationen – sei es Netzwerkkommunikation, komplexe Berechnungen oder das Lesen großer Dateien – in Hintergrund-Threads ausgelagert werden. Sobald die Hintergrundaufgabe abgeschlossen ist, werden die Ergebnisse zurück an den UI-Thread gesendet, um die Benutzeroberfläche sicher zu aktualisieren. Diese saubere Trennung von Aufgaben stellt sicher, dass die Benutzeroberfläche jederzeit reaktionsfähig bleibt, selbst wenn im Hintergrund viel passiert.

Ausführung rechenintensiver Aufgaben auf dem UI-Thread

Dies ist ein klassischer Performance-Killer. Stellen Sie sich vor, Sie versuchen, eine sehr detaillierte 3D-Animation zu rendern, während Sie gleichzeitig auf jede Berührung des Bildschirms reagieren müssen. Wenn diese rechenintensiven Aufgaben direkt auf dem UI-Thread ausgeführt werden, wird dieser überlastet und kann seine primäre Aufgabe, die Aktualisierung der Benutzeroberfläche und die Verarbeitung von Eingaben, nicht mehr erfüllen. Das Ergebnis ist eine ruckelnde, unbefriedigende Benutzererfahrung, bei der die App auf Eingaben nur verzögert oder gar nicht reagiert. Es ist, als würde man versuchen, eine komplexe mathematische Gleichung zu lösen, während man gleichzeitig einen Marathon läuft – es ist einfach zu viel auf einmal.

Die Lösung ist, solche Aufgaben in separate Hintergrund-Threads auszulagern. Moderne Betriebssysteme bieten Mechanismen, um parallele Ausführung zu ermöglichen. Entwickler können diese nutzen, um rechenintensive Operationen auszuführen, ohne den UI-Thread zu blockieren. Sobald die Berechnungen abgeschlossen sind, werden die Ergebnisse sicher zurück an den UI-Thread übermittelt, um die Benutzeroberfläche zu aktualisieren. Tools und Bibliotheken zur Nebenläufigkeit und Parallelität sind hierbei unverzichtbar. Die korrekte Synchronisation zwischen Haupt- und Hintergrund-Threads ist ebenfalls kritisch, um Datenintegrität zu gewährleisten.

Fehlende oder falsche Verwendung von Nebenläufigkeitsmechanismen

Nebenläufigkeit, also die Fähigkeit, mehrere Aufgaben scheinbar gleichzeitig auszuführen, ist entscheidend für moderne Anwendungen. Wenn Entwickler diese Mechanismen nicht nutzen oder falsch implementieren, kann dies zu erheblichen Performance-Problemen führen. Beispielsweise können fehlende Nebenläufigkeit dazu führen, dass eine einzelne Aufgabe die gesamte Anwendung blockiert, während die richtige Verwendung von Threads, asynchronen Operationen oder Task-Queues dazu beitragen kann, dass die Anwendung flüssig und reaktionsschnell bleibt. Die falsche Implementierung kann jedoch zu Race Conditions, Deadlocks und anderen schwer zu debuggenden Problemen führen, die die Stabilität beeinträchtigen.

Entwickler müssen die verschiedenen Nebenläufigkeitsmodelle, die ihre Zielplattform bietet, verstehen. Dies kann die Verwendung von Thread-Pools, asynchronen Programmiermodellen (wie `async/await`) oder spezialisierten Bibliotheken beinhalten. Eine sorgfältige Planung, welche Aufgaben parallel ausgeführt werden können und wie die Kommunikation zwischen den Threads erfolgt, ist unerlässlich. Die Vermeidung gemeinsamer, veränderlicher Zustände zwischen Threads, wo immer möglich, oder deren sichere Verwaltung durch Synchronisationsmechanismen wie Mutexe oder Semaphore ist kritisch, um Datenkorruption und unerwartetes Verhalten zu verhindern. Die Dokumentation der jeweiligen Plattform bietet hierfür umfassende Anleitungen.

Ineffiziente Bilderzeugung und -manipulation

Bilder sind ein wichtiger Bestandteil vieler Anwendungen, sei es in sozialen Medien, Bildbearbeitungsprogrammen oder Spielen. Die Art und Weise, wie Bilder geladen, angezeigt und manipuliert werden, hat einen enormen Einfluss auf die Performance. Wenn die Bilderzeugung und -manipulation nicht optimiert ist, kann dies zu langen Ladezeiten, flackernden Grafiken, hohem Speicherverbrauch und einer allgemeinen Trägheit der Anwendung führen.

Das Problem liegt oft darin, dass Bilder in zu hoher Auflösung geladen werden, wenn nur eine kleinere Version benötigt wird, oder dass komplexe Bildoperationen auf dem Hauptthread ausgeführt werden. Auch die unnötige mehrfache Dekodierung von Bildern oder die Verwendung von ineffizienten Bildformaten tragen zu diesen Problemen bei. Eine intelligente Handhabung von Bildern, die auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Anzeige zugeschnitten ist, ist der Schlüssel.

Laden von Bildern in übermäßiger Auflösung

Eine der häufigsten Performance-Fallen ist das Laden von Bildern in einer Auflösung, die weit über das hinausgeht, was auf dem Bildschirm tatsächlich angezeigt wird. Wenn beispielsweise ein kleines Vorschaubild in einer Liste mit einer Bilddatei geladen wird, die für eine Full-HD-Anzeige gedacht ist, verbraucht die Anwendung unnötig viel Speicher und Rechenleistung für die Dekodierung und das Rendern. Dies ist, als würde man ein riesiges Poster ausdrucken, nur um einen kleinen Teil davon in einem Notizbuch zu verwenden.

Die Lösung besteht darin, Bilder für die jeweilige Anzeigeumgebung zu skalieren und zu komprimieren. Viele mobile Betriebssysteme und Web-Frameworks bieten Funktionen, um Bilder zur Laufzeit in angeforderte Dimensionen zu skalieren. Auch das Anfordern von Bildern in unterschiedlichen Auflösungen vom Server (z. B. mit srcset in HTML) ist eine effektive Methode. Die Verwendung von Bildbibliotheken, die automatische Skalierung und Caching von Bildressourcen unterstützen, ist ebenfalls sehr empfehlenswert. Ein Bildoptimierungswerkzeug kann helfen, die Dateigröße von Bildern zu reduzieren, ohne die visuelle Qualität merklich zu beeinträchtigen.

Komplexe Bildfilter und Effekte auf dem UI-Thread

Das Anwenden von komplexen Bildfiltern, wie z. B. Unschärfe, Farbkorrekturen oder künstlerische Effekte, kann rechenintensiv sein. Wenn diese Operationen direkt auf dem UI-Thread ausgeführt werden, blockieren sie diesen und machen die Benutzeroberfläche unempfänglich. Dies ist besonders problematisch, wenn solche Effekte in Echtzeit auf animierte Bilder oder Videos angewendet werden müssen.

Ähnlich wie bei anderen rechenintensiven Aufgaben sollten diese Bildoperationen in Hintergrund-Threads ausgelagert werden. Für Echtzeitanwendungen können spezielle Grafik-Processing-Units (GPUs) genutzt werden, die für solche parallelen Berechnungen optimiert sind. Viele Grafik-APIs und Frameworks bieten Hardware-beschleunigte Filter, die die Leistung erheblich verbessern können. Wenn die Effekte nicht in Echtzeit benötigt werden, ist das Auslagern auf Hintergrund-Threads die praktikabelste Lösung. Das Vorab-Berechnen und Zwischenspeichern von Effekten für statische Bilder kann ebenfalls die Performance verbessern.

Unnötige Animationen und visuelle Effekte

Animationen und visuelle Effekte können eine Anwendung lebendiger und ansprechender gestalten. Sie können dem Benutzer helfen, sich zu orientieren, Feedback auf Aktionen zu geben oder einfach nur ein ästhetisch ansprechendes Erlebnis zu schaffen. Allerdings können zu viele, schlecht implementierte oder unnötige Animationen schnell zum Gegenteil führen: Sie verlangsamen die Anwendung, verbrauchen unnötig Ressourcen und können sogar ablenkend wirken.

Das Problem ist oft, dass Animationen zu komplex sind, zu oft ausgelöst werden

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